Onlineshop für Bäckerei und Café: Vorbestellen und abholen
Onlineshop für Bäckerei, Konditorei oder Café: Vorbestellung mit Abholzeit, Produktionsliste, Zahlung und Schweizer Pflichtangaben. Ein praktischer Leitfaden.
Von Outline Digital · · 6 Minuten Lesezeit
Warum Vorbestellung statt klassischer Onlineshop?
Brot, Gipfeli und Torten reisen schlecht im Paket. Was Kundinnen und Kunden einer Bäckerei online wirklich wollen, ist Sicherheit: dass der Sonntagszopf um 8 Uhr bereitliegt, dass die Geburtstagstorte am Samstag fertig ist, dass die Apéro-Platten für das Firmenfest nicht vergessen gehen.
Für die Bäckerei ist die Vorbestellung ebenso wertvoll. Sie wissen am Vorabend, was gebraucht wird, und backen genauer. Weniger Ware bleibt übrig, und am Samstagmorgen ist die Schlange an der Theke kürzer, weil vorbestellte Säcke schon bereitstehen.
Ein klassischer Versandshop kann sich daneben lohnen, etwa für haltbare Produkte wie Biber, Läckerli, Lebkuchen, Guetzli in der Adventszeit oder Geschenkkörbe. Das ist aber meist ein zweiter Schritt.
Was muss ein Bäckerei-Shop können?
- Abholtag und Abholfenster, zum Beispiel Samstag 7 bis 9 Uhr, und eine Filiale, falls es mehrere gibt;
- Bestellschluss: Brot bis 18 Uhr am Vortag, Torten 48 Stunden vorher, grosse Apéros eine Woche;
- Mengenbegrenzungen, damit nicht 40 Zöpfe bestellt werden, wenn der Ofen nur 30 schafft;
- Varianten: Grösse der Torte, Beschriftung, Kerzen, Dekoration;
- Allergene und Zutaten bei jedem Produkt, gut sichtbar;
- Saisonangebote: Grittibänze im Dezember, Osterkuchen, Fasnachtschüechli, mit Start- und Enddatum;
- eine Bestätigung per E-Mail mit allen Angaben und der Abholzeit.
Und auf der Seite der Bäckerei: eine Bestellübersicht nach Status und eine Produktionsliste.
Was ist eine Produktionsliste und warum ist sie so wichtig?
Die Produktionsliste fasst alle Bestellungen für einen Tag zusammen, nicht nach Kunde, sondern nach Produkt: 32 Zöpfe à 500 Gramm, 18 Ruchbrote, 4 Schwarzwäldertorten für 8 Personen. Genau das braucht die Backstube um 3 Uhr morgens. Niemand will dort 60 einzelne Bestellungen durchblättern.
Daneben braucht es eine Abholliste für den Laden, sortiert nach Abholzeit und Name, damit die Bestellungen schnell gefunden werden. Diese zwei Listen sind der eigentliche Nutzen des Shops, und viele Standardshops bieten genau sie nicht an.
Wie bezahlen die Kundinnen und Kunden?
Für alltägliche Vorbestellungen ist Bezahlung bei Abholung in vielen Bäckereien die einfachste Lösung. Die Kundschaft kennt den Laden, und der Betrag ist klein. Bar, Karte oder TWINT laufen dann über Ihre bestehende Kasse.
Bei Torten auf Bestellung und grossen Apéros ist das Risiko anders: Wird nicht abgeholt, bleiben Sie auf einer individuell beschrifteten Torte sitzen. Hier lohnt sich eine Vorauszahlung, online mit Karte oder per Rechnung mit QR-Code vor der Lieferung.
Für Kartenzahlungen online braucht es einen Zahlungsanbieter. Achten Sie auf die Gebühren pro Transaktion, auf die Auszahlung auf Ihr Konto und darauf, welche Zahlungsmittel Ihre Kundschaft erwartet.
Welche Angaben sind in der Schweiz Pflicht?
- Impressum: Wer online Waren anbietet, muss Name und Adresse klar angeben, inklusive E-Mail-Adresse.
- Preise inklusive Mehrwertsteuer in Franken, so wie sie die Kundschaft bezahlt.
- Lebensmittelangaben: Bei Lebensmitteln im Fernabsatz müssen die Pflichtangaben, darunter Allergene, grundsätzlich vor dem Kauf verfügbar sein.
- Datenschutzerklärung: welche Daten Sie bei der Bestellung erheben und wofür.
- Geschäftsbedingungen: Bestellschluss, Abholung, Stornierung, was bei Nichtabholung passiert.
Anders als in der EU gibt es in der Schweiz kein allgemeines gesetzliches Widerrufsrecht für Online-Käufe. Umso wichtiger ist, dass Ihre eigenen Regeln zu Stornierung und Nichtabholung klar formuliert und vor der Bestellung sichtbar sind.
Was ist bei einem Café anders?
Ein Café verkauft weniger Vorbestellungen und mehr Erlebnis. Gefragt sind hier eher eine schöne Website mit Öffnungszeiten, Karte und Fotos, vielleicht Gutscheine zum Verschenken, Brunch-Reservationen am Wochenende oder Take-away zum Vorbestellen über Mittag. Wer an einem Bahnhof oder bei Büros liegt, profitiert von einer Take-away-Bestellung mit Abholzeit am meisten.
Wie machen Sie die Vorbestellung bekannt?
Ein Shop, den niemand kennt, bringt keine Bestellungen. Die gute Nachricht: Ihre besten Kundinnen und Kunden stehen jeden Tag im Laden. Einige einfache Schritte genügen meist:
- Klein starten. Beginnen Sie mit dem Sonntagszopf und zwei, drei Broten. Wenn das läuft, folgen Torten und Apéro-Platten.
- Im Laden zeigen. Ein Kärtchen mit QR-Code an der Theke und auf jedem Brotsack: «Morgen ohne Anstehen: online vorbestellen.»
- Google-Profil ergänzen. Den Link zum Shop im Unternehmensprofil eintragen, wo viele nach Öffnungszeiten suchen.
- Vorbestellte Ware sichtbar bereitstellen. Wer sieht, dass andere ihren Sack ohne Warten abholen, probiert es beim nächsten Mal selbst.
- Feiertage nutzen. Ostern, Weihnachten und der 1. August sind ideale Anlässe, weil dann ohnehin viel vorbestellt wird.
Rechnen Sie mit einigen Wochen, bis sich die Vorbestellung eingespielt hat. Erfahrungsgemäss sind es zuerst die Stammkunden, die sie nutzen, und genau die sind es, deren Bestellungen Ihnen die Planung am meisten erleichtern.
Was kostet ein Onlineshop für die Bäckerei?
Fertige Shop-Baukästen kosten meist ein Monatsabo, dazu kommen Gebühren für Kartenzahlungen und eventuell Zusatzmodule für Abholzeiten. Eine Agentur, die einen Shop nach Mass baut, rechnet in der Schweiz schnell mit einem vier- bis fünfstelligen Betrag. Vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern ob Abholfenster, Bestellschluss und Produktionsliste wirklich enthalten sind. Ohne diese drei Dinge ist ein Shop für eine Bäckerei nur halb nützlich.
Wie entsteht ein Bäckerei-Shop mit Plannify?
Mit Plannify Shop erzählen Sie, was Sie verkaufen und wie es zur Kundschaft kommt: Abholung in welcher Filiale, welche Zeitfenster, welcher Bestellschluss. Das Team von KI-Agenten baut den Shop für Ihr Handwerk: Sortiment mit Fotos und Allergenen, Warenkorb, Bestellung mit Abholtag und Zeitfenster, Bestellverwaltung nach Status (neu, bestätigt, in Vorbereitung, abholbereit, abgeholt) und die Produktionsliste für den nächsten Morgen. Auf Wunsch gibt es denselben Shop auch als App für iPhone und Android.
Die Bestellung funktioniert immer, mit Bezahlung bei Abholung oder per Überweisung. Für Kartenzahlungen verbinden Sie Ihr eigenes Stripe-Konto; das Geld geht direkt an Sie, Plannify nimmt keine Zahlungen entgegen. Die rechtlichen Texte entstehen aus ehrlichen Vorlagen und müssen für die Schweiz von Ihnen oder einer Fachperson geprüft werden.
Das Bauen ist gratis mit der KI Ihrer Wahl. Damit Ihre Kundschaft bestellen kann, stellt das Plannify-Team den Shop auf Wunsch kostenpflichtig auf einem Server mit Ihrer Domain online; danach ändern Sie ihn weiter im Chat, etwa «Grittibänze ab 1. Dezember». Mehr unter App oder Website erstellen.
Häufige Fragen
Als Vorbestellung mit Abholung oft ja: Sie planen die Produktion genauer, werfen weniger weg und entlasten die Theke. Ein Versandshop lohnt sich eher für haltbare Spezialitäten.
Nein. Für alltägliche Vorbestellungen genügt oft Bezahlung bei Abholung. Bei Torten und grossen Bestellungen ist eine Vorauszahlung sinnvoll. Bei Plannify läuft die Karte über Ihr eigenes Stripe-Konto.
Ein allgemeines gesetzliches Widerrufsrecht wie in der EU gibt es nicht. Legen Sie Ihre eigenen Regeln zu Stornierung und Nichtabholung klar fest und zeigen Sie sie vor der Bestellung.
Ja, wenn der Shop eine Auswahl der Abholfiliale vorsieht. Dann braucht jede Filiale ihre eigene Abholliste, während die Produktionsliste für die Backstube alle Bestellungen zusammenfasst. Bei Plannify beschreiben Sie das gleich zu Beginn.
Bei jedem Produkt, gut sichtbar und vor dem Kauf. Lassen Sie sich bei Unsicherheit vom kantonalen Lebensmittelinspektorat oder Ihrem Branchenverband beraten.
Ihr Projekt starten
Ein Team von KI-Agenten baut Ihre App oder Website. Das Projekt bleibt auf Ihrem Computer. Kostenlos.