Was kostet eine App in der Schweiz? Ein ehrlicher Überblick
Was kostet eine App in der Schweiz? Richtwerte für Agentur, Freelancer, No-Code und KI, die laufenden Kosten nach dem Start und wie Sie Ihr Budget planen.
Von Outline Digital · · 6 Minuten Lesezeit
Warum sind die Preise so unterschiedlich?
Die Frage «was kostet eine App?» ist ähnlich wie «was kostet ein Haus?». Ein Gartenhaus und ein Mehrfamilienhaus sind beides Häuser. Bei Apps hängt der Preis vor allem von vier Dingen ab:
- Umfang: Wie viele Bildschirme und Abläufe? Eine Stempelkarte ist etwas anderes als ein Marktplatz.
- Benutzerkonten und Daten: Sobald sich Menschen anmelden und Daten gespeichert werden, braucht es ein Backend, also einen Server mit Datenbank.
- Plattformen: nur Web, nur iPhone, oder iPhone und Android?
- Anbindungen: Zahlungen, Kalender, bestehende Software, Karten, Push-Nachrichten.
Dazu kommt das Schweizer Lohnniveau. Stundensätze von Agenturen liegen hier deutlich über dem europäischen Durchschnitt, und Offerten aus dem Ausland sind nicht direkt vergleichbar.
Mit welchen Kosten rechnen Sie bei einer Agentur?
Die folgenden Zahlen sind grobe Richtwerte, keine Offerten. Sie sollen helfen, Grössenordnungen einzuschätzen.
- Stundensätze: bei Schweizer Agenturen häufig zwischen CHF 120 und CHF 200, bei Freelancern teils darunter.
- Einfache App mit wenigen Bildschirmen, ohne eigenes Backend: oft im Bereich von CHF 15’000 bis 40’000.
- Mittlere App mit Benutzerkonten, Datenbank und einer Anbindung: oft CHF 40’000 bis 120’000.
- Komplexe App mit mehreren Rollen, Zahlungen, Echtzeit-Funktionen oder vielen Schnittstellen: nicht selten sechsstellig.
Holen Sie mindestens zwei bis drei Offerten ein, und geben Sie allen dieselbe schriftliche Beschreibung. Nur so sind die Zahlen vergleichbar. Achten Sie darauf, ob Design, Tests, Veröffentlichung und eine Garantiephase enthalten sind.
Welche laufenden Kosten werden oft vergessen?
Eine App ist nach dem Start nicht fertig. Telefone erhalten Updates, Apple und Google ändern ihre Regeln, Nutzer melden Fehler. Diese Posten gehören in jedes Budget:
- Wartung und Updates: Als Faustregel werden oft 15 bis 20 Prozent der Entwicklungskosten pro Jahr genannt.
- Server und Datenbank: von wenigen bis zu einigen hundert Franken pro Monat, je nach Nutzung.
- Entwicklerkonten: Apple verlangt eine Jahresgebühr, Google eine einmalige Gebühr.
- Domain und E-Mail-Versand, falls die App Bestätigungen oder Erinnerungen verschickt.
- Gebühren für Zahlungen, wenn in der App bezahlt wird.
- Support: Wer beantwortet Fragen von Nutzern, und wie viel Zeit kostet das?
Was kostet eine App mit No-Code oder KI?
No-Code-Plattformen und KI-Werkzeuge haben die Kosten für einfache und mittlere Apps stark gesenkt. Die Struktur der Kosten ist aber eine andere:
- No-Code-Plattformen: meist ein Monatsabo, oft gestaffelt nach Nutzern oder Datenmenge. Günstig am Anfang, bei Wachstum teurer, und die App bleibt meist an die Plattform gebunden.
- KI-App-Builder: Abo oder Guthaben für Anfragen. Wer viel ändert, verbraucht viel.
- KI-Agenten mit eigenem Modell: Mit einem lokalen Modell auf dem eigenen Computer fallen keine Kosten pro Anfrage an. Mit einem API-Schlüssel bezahlen Sie den Anbieter des Modells nach Verbrauch.
Der grösste Posten bei allen drei Wegen ist Ihre eigene Zeit: erklären, testen, entscheiden. Rechnen Sie ehrlich mit einigen Stunden pro Woche über mehrere Wochen. Eine halbe Stunde täglich ist besser als ein ganzer Tag pro Monat, weil Fehler früher auffallen.
Wie planen Sie Ihr App-Budget realistisch?
- Nutzen beziffern. Wie viel Zeit spart die App, wie viel Umsatz bringt sie? Ein Café, das mit einer Stempelkarte zehn Stammgäste mehr pro Woche bindet, kann das in Franken ausdrücken.
- Erste Version definieren. Nur der Hauptablauf. Alles andere kommt auf eine Liste «später».
- Weg wählen. Agentur, No-Code, KI-Werkzeug oder Kombination. Für eine erste Version reicht oft ein günstiger Weg, um zu prüfen, ob die Idee trägt.
- Laufende Kosten für drei Jahre addieren. Server, Konten, Wartung, Support.
- Reserve einplanen. Zehn bis zwanzig Prozent für Dinge, die erst beim Testen auffallen.
Und was kosten Website oder Onlineshop im Vergleich?
Viele KMU fragen nach einer App und brauchen eigentlich eine gute Website oder einen kleinen Shop. Beides ist meist günstiger als eine Store-App. Eine einfache Firmenwebsite mit wenigen Seiten kostet bei einer Schweizer Agentur oft einen vier- bis tiefen fünfstelligen Betrag, ein Onlineshop je nach Sortiment und Anbindungen mehr. Baukästen arbeiten mit Monatsabos.
Die Frage, die Sie sich stellen sollten: Was soll die Kundschaft tun? Wenn sie Informationen sucht, reicht eine Website. Wenn sie bestellt, ein Shop. Wenn sie regelmässig wiederkommt und etwas sammelt, bucht oder verfolgt, kann eine App sinnvoll sein. Häufig ist eine Web-App, die sich wie eine App auf den Homescreen legen lässt, der günstigste Mittelweg. Ein Beispiel für einen Shop mit Vorbestellung finden Sie im Artikel Onlineshop für Bäckerei und Café.
Wann lohnt sich trotzdem eine Agentur?
Eine Agentur lohnt sich, wenn die App geschäftskritisch ist, viele Schnittstellen zu bestehenden Systemen braucht, hohe Sicherheitsanforderungen erfüllen muss oder Sie intern keine Zeit für Tests und Entscheidungen haben. Dann bezahlen Sie nicht nur Code, sondern Projektleitung, Verantwortung und Erfahrung. Ein guter Mittelweg kann sein, die erste Version günstig selbst zu bauen und mit dieser Erfahrung eine präzisere Offerte einzuholen.
Was kostet eine App mit Plannify?
Bei Plannify ist das Bauen kostenlos, ohne Abo und ohne Testlimit. Die KI wählen Sie selbst: Ein Modell, das im Browser oder mit Ollama auf Ihrem Computer läuft, kostet nichts pro Anfrage. Mit Ihrem eigenen API-Schlüssel, etwa von OpenRouter, Anthropic oder OpenAI, bezahlen Sie den Anbieter direkt nach Verbrauch und legen dafür ein tägliches Ausgabenlimit fest.
Bezahlt werden nur Dienstleistungen, die das Plannify-Team auf Wunsch von Hand erledigt: die App auf einem eigenen Server mit Ihrer Domain online stellen, sie im App Store und bei Google Play veröffentlichen, und Support. Die Gebühren für die Entwicklerkonten bei Apple und Google kommen dazu, weil die Konten auf Sie laufen.
Damit eignet sich Plannify besonders, um eine Idee günstig zu prüfen: erste Version bauen, auf dem eigenen Handy testen, von echten Menschen ausprobieren lassen. Wie das konkret abläuft, steht unter App erstellen und im Artikel App erstellen ohne Programmieren.
Häufige Fragen
Bei einer Agentur oft einen tiefen bis mittleren fünfstelligen Frankenbetrag, je nach Umfang. Mit No-Code oder KI-Werkzeugen kann eine erste Version deutlich günstiger sein, dafür investieren Sie mehr eigene Zeit.
Als Faustregel werden 15 bis 20 Prozent der Entwicklungskosten pro Jahr für Wartung genannt, dazu Server, Entwicklerkonten und Support.
Ja, wenn die App in den Stores erscheinen soll. Die Konten laufen auf Sie oder Ihre Firma. Bei Plannify veröffentlicht das Team die App auf Wunsch über Ihr Konto.
Sie kann günstiger sein, aber Kommunikation, Zeitzonen, Rechtsfragen und spätere Wartung kosten oft mehr als erwartet. Vergleichen Sie die Gesamtkosten über drei Jahre, nicht nur den Startpreis.
Meist ja: keine Entwicklerkonten, keine Prüfung durch die Stores, Updates sofort. Für viele Anwendungen von KMU reicht eine Web-App auf dem Homescreen.
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